Georges Tonla Briquet, Jazz'Halo (04/07/2018)
Voor wie zich eens wil wagen in de Bermuda driehoek gevormd door hedendaags klassiek, Chinese avant-garde en improvisatie met een punkrandje, tippen we op deze opname. Drie snarenspelers elk met hun instrument (viool, ghuzeng, contrabas) zoeken toenadering vanuit verschillende invalshoeken. Er ontspint zich een wirwar van denkpistes maar als echte sjamanen weten de drie steeds een remedie te vinden. Onwillekeurig duiken beelden op uit de film 'Die Blechtrommel'. Om maar te zeggen dat dit zeker niet de soundtrack is van een onderhoudende gezinskomedie.

eine von vier best-of-cds der Monate März/April, Felix, freiStil #77 Österreich (03/2018)
"Saiteninstrumente in allen Kombinationen, Stimmungen, Schattierungen, dynamischen, rationalen und ekstatischen Zuständen werden von Gunda Gottschalk, Xu Feng Xia & Peter Jacquemyn zu Ehren der großen Musikerpersönlichkeit Peter Kowald ins Glühen versetzt, ihre Inspiration ins Blühen. Kowald, der unvergessene Kontrabassist, hatte bekanntlich in Wuppertal den "Ort" als internationalen, international beachteten Kunstumschlagplatz etabliert und mit Musizierenden so gut wie aller Herkünfte und Vorbildung das "Global Village" als offenes Orchester formiert. Gottschalk & Feng Xia waren – wie schon Holger Pauler in freiStil #74 im Gottschalk-Porträt herausarbeitete – seit jeher im "Ort"szentrum daheim, Kowalds Instrumentalkollege Jacquemyn stieß später dazu und hat fürs Booklet bzw. den Innenteil des vorliegenden Tonträgers eine so intelligente wie berührende Würdigung des Gründervaters verfasst. Er versinnbildlicht die Offenheit Kowalds beispielhaft an den Stilrichtungen, aus denen das hier vereinte Trio einst kam – Gottschalk aus der klassischen Violinausbildung, Feng Xia aus der traditionellen chinesischen Musik, Jacquemyn selbst aus diversen Punkbands. Er erinnert daran, wie die drei Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal im Global Village aufeinandertrafen, wie sie 2002 zum Begräbnis Kowalds musizierten – und dass kein Tag vergehe, an dem er nicht wenigstens einen Moment lang Kowalds Vermächtnis reflektiere. In memoriam Global Village ist sohin beides, eine tiefe Verbeugung vor der Person und Kunst Peter Kowalds und zugleich eine Fortführung avancierter Tradition als unwiderstehlich intensives, komplexes, aus vollem Herzen gewachsenes zwölfteiliges Stück Musik, das schöner nicht vorstellbar wäre. Respekt!"